Psychiatrie : Selektiver Mutismus bei Kindern: Erscheinungsbilder, Diagnostik, Therapie

Selektiver Mutismus bei Kindern: Erscheinungsbilder, Diagnostik, Therapie

EUR 24,90


Pflichtlecktüre für Erzieherinnen, Lehrer, Therapeuten u.s.w. - Nachdem die Erzieherinnen meiner Tochter im Kindergarten mich immer wieder darauf aufmerksam machten, das sie nicht sprechen würde, weder mit Erzieherinnen noch mit anderen Kindern, begann ich mir Sorgen zu machen. Schließlich forschte ich nach, was das Proplem sein könnte. Zwischendurch kam sogar die Vermutung das es das Asperger-Syndrom sein könnte, darauf hatte man mich im Kindi hingewiesen. Schließlich kam ich aber irgendwie auf den Selektiven Mutismus. Ich deckte mich mit drei verschiedenen Büchern ein, und muß sagen Katz-Bernstein war die Erleuchtung für mich. Endlich konnte ich meine Tochter irgendwo einordnen, - der ganzen Sache einen Namen geben, - konkretisieren. Ich konnte dadurch sogar erfahren das der Selektive Mutismus gerne mit dem Asperger-Syndrom verwechselt wird. Nun wußte ich auch wo ich Hilfe finden konnte, und wie ich den Leuten erklären konnte was mit meiner Tochter los ist. Das sie ein ganz normales Kind ist, eben einfach mit dem Proplem in manchen Situationen nicht sprechen zu können, obwohl solche Kinder zu Hause zum Beispiel sehr gerne sprechen, und auch dem Alter entsprechend gut sprechen. Dieses Buch hilft einem zu verstehen das es im Prinzip nichts anderes als Ängste sind, seien es Trennungsängste oder andere, die für solche Kinder in gewissen Situationen eben nur mit Schweigen zu bewältigen sind. Betroffen sind ja oft sehr sensible und ängstliche Kinder. Eine Erleichterung war es auch zu lesen das es etwas ist was man Therapieren kann. Um so früher desto besser. Angespornt durch das Buch besuchen wir jetzt jedenfalls seit einem halben Jahr wöchentlich einen Kinder-Psychotherapeuten, und die ersten Sätze im Kindi werden bereits gesprochen. Ich hätte mir nur gerne noch ein paar mehr Tips für Mütter selber gewünscht, wie SIE im privaten hierin förderlich sein können für ihr Kind. Das Buch ist eben schon hauptsächlich auf den Personenkreis gemünzt, der beruflich viel mit Kindern zu tun hat. Und für solche sollte es auch zur Pflichtlecktüre werden, - zum wohle der Kinder.

Wo, wann, bei wem und warum schweigen Kinder? - Dieser Frage geht Frau Prof. Dr. Nitza Katz-Bernstein in ihrem Buch kompetent und einfühlsam, mit vielen Beispielen aus ihrer Praxis, gepaart mit konkreten Ideen zu Diagnostik, Elternarbeit und Therapie auf den Grund. Das Buch, ein Leitfaden für Theorie und Praxis, richtet sich in erster Linie an TherapeutInnen unterschiedlicher Fachrichtungen und an PädagogInnen, die im Rahmen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf das Phänomen des (selektiven) Mutismus stoßen können.Wer aus den oben genannten Gruppen bisher keine Erfahrung mit (selektiv) mutistischen Kindern hat und wenig bis kein Wissen darüber besitzt, wird mit großem Gewinn dieses Buch lesen - und danach auf eine eventuelle Begegnung mit dem Phänomen besser vorbereitet sein.Wer schon mehr Erfahrungen hat, wird mit dem Buch die Möglichkeit finden, eigene Zugänge zu erweitern, vom Erfahrungsreichtum einer langjährigen Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, Logopädin und Supervisorin zu profitieren, eigene Ansätze zu bestätigen und/oder zu vertiefen.Zunächst beschreibt die Autorin das Phänomen des (selektiven) Mutismus aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Sichtweisen heraus, wobei ihr der entwicklungspsychologische Zugang besonders am Herzen liegt. Hier zieht sie auch eine deutliche Verbindung zu kindlichen Sprachentwicklungsverzögerungen/-störungen und Mehrsprachigkeit. Doch macht sie durchgängig klar, dass ein großer, wohl der größte Anteil am (selektiven) Mutismus in der tiefen kindlichen Angst, in außerhäuslichen oder fremden Situationen zu sprechen, liegt. Daher ist eine herkömmliche Sprachdiagnostik zunächst einmal gar nicht möglich, da das Kind in der ihm fremden Therapiesituation oft überhaupt nicht spricht. Informationen über den Sprachentwicklungsstand können hier nur die Eltern geben.Und so ist dann auch die therapeutische Frage, die die Autorin hier beantwortet, folgende: Wie kann es dem Kind / dem Jugendlichen gelingen, nach und nach seine Sprechängste abzubauen, zunächst im geschützten Rahmen der Therapie, später dann in immer mehr alltäglichen Umfeldern mit dem Sprechen zu beginnen, dort Sprechfreude und Sprachkompetenz zu entwickeln und zu zeigen?Der sehr konkrete und anschaulich dargestellte Ansatz der Autorin ist hier vor allem ein spiel-, gestalt- und verhaltenstherapeutischer, die Einbeziehung der Familie, des Kindergartens oder der Schule ist ihr dabei sehr wichtig.Ein für TherapeutInnen, LehrerInnen, ErzieherInnen und interessierte Eltern sehr lesenswertes Buch!!!




Selektiver Mutismus bei Kindern: Erscheinungsbilder, Diagnostik, Therapie